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Kirchengründungen im Lande Gützkow
Noch in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde in Dersekow ein
Kirche von Gützkow aus begründet. Sie wird anläßlich eines Vergleiches zwischen dem Kloster
Eldena und dem Gützkow Pfarrer 1241 erstmals erwähnt. Die Kirche war trotz der Zugehörigkeit des
Ortes zum Kloster Eldena, der Gützkower Kirche unterstellt. Erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts
ging das Patronat an das Kloster in Eldena über.
Ebenfalls zur Gründung einer Kirche in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, kam es in Behrenhoff.
Bereits 1249 wird hier ein Pfarrer Theodorich genannt. Ob die Gründung auf die Gützkower Grafen zurückgeht
oder auf ihre Vasallen der Familie von Behr, ist nicht genau geklärt. Soweit es sich zurückverfolgen
läßt, besaßen das Patronatsrecht zuerst die Familie von Behrs auf Schlagtow und dann die in Behrenhoff.
In Hanshagen, dem nordöstlichsten Stützpunkt der Grafen im Lande Gützkow, kam es zur Gründung
einer Kirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts oder zumindest um 1300. Die Gründung dieser Ortschaft
geht, wie bereits erwähnt, auf die Grafen von Gützkow zurück. Die Datierung der Gründung der
Kirche geht auf den vorhanden Baustand zurück, da es aus dieser Zeit keine urkundlichen Nachrichten vorliegen.
Für eine Gründung in dieser Zeit spricht aber auch, das die Grafen sicher bemüht waren, ein weiteres
Vordringen des Klosters Eldenas zu verhindern. Das sich die Hanshagener Kirche in Klosterbesitz befand oder überging
ist unwahrscheinlich, da sich nirgends Hinweise im Klosterarchiv finden lassen.
Ebenfalls zu Gründung einer Kirche im 13. Jahrhunderts kam es in Groß Kiesow. Das Patronatsrecht besaßen
von Anfang an die Familie von Behr. Der heute noch erhaltene kleine Feldsteinchor der Kirche ist noch in der zweiten
Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet worden.
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