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Kirchenentwicklung im Gebiet des Landes Gützkow Zum Pfingstfest am 10. Juni 1128 berief er deshalb die Adligen und Kastellane aus seinem Herrschaftsbereich zum Landtag nach Usedom. In diesem Zusammenhang wird auch der slawische Edle Mitzlaw aus Gützkow erwähnt. Nach der Pfingstpredigt des Bischofs faßten alle anwesenden Adlige und Kastellane den Entschluß, den christlichen Glauben anzunehmen. Die Edlen ließen sich taufen, und die vom christlichen Glauben wieder abgefallenen wurden ebenfalls mit der Kirche versöhnt. Nach dieser Versammlung begab sich Bischof Otto nach Wolgast, und anschließend nach Gützkow. Es spricht für die damalige Bedeutung des Ortes, daß der Bischof sich persönlich nach Gützkow begab. Gützkow war zu dieser Zeit Hauptort, des später genannten Landes Gützkow. Der Hauptort Gützkow hatte neben seiner politischen Bedeutung, ebenfalls eine große religiöse Bedeutung für das Umland. In Gützkow befand sich ein Heidentempel, welcher erst kurze Zeit vorher wieder prächtig aufgebaut worden war. Die Mönche, welche den Bischof begleiteten, gaben an, daß nie etwas Schöneres gesehen hätten. Der Tempel befand sich wahrscheinlich an der Stelle der heutigen evangelischen Kirche. Es liegen jedoch keine Berichte über das genaue Aussehen und dem genauen Standtort des Tempel vor. Man kann aber annehmen das er ein ähnliches Aussehen hatte, wie der Tempel in Groß Raden. Bischof Otto von Bamberg wurde von den Bewohnern Gützkows freundlich aufgenommen, und begann kurz nach seiner Ankunft mit der Taufe. Anschließend ließ er den Tempel einreißen und befahl den Gützkower, alle christlichen Gefangenen frei zu lassen. Um den Gützkowern einen Ersatz für ihren zerstörten Tempel zu liefern, begann er sofort mit dem Bau einer Kirche. Diese Kirche wurde sorgfältig hergerichtet und ausgestattet. Es wird sich bei diesem Kirchenbau jedoch um noch kein festes Gebäude gehandelt haben. Vor seiner Abreise, stattete Bischof Otto von Bamberg die Kirche noch mit Landbesitz und Kultgegenständen aus Bamberg aus. Diese Kultgegenstände sind wahrscheinlich bei dem kurzzeitigen Aufleben des Heidentums, oder bei Eroberungen des Ortes während der Zeit der Dänenkreuzzüge (1151, 1164, 1171, 1177). |
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